Sonja S.
Jerman · Solo · April 2026
Die Lage ist top, weil es direkt am Steg des Sauwandarek Riff liegt. Schon vom Steg sieht es aus wie in einem Aquarium. Unter Wasser beim Schnorcheln haben wir 4 riesige Schildkröten, 3 Haie und irre Schwärme von Fischen gesehen. Grandios war, dass wir jederzeit ins Wasser konnten. Deshalb ist es unschlagbar hier zu übernachten. Taucher und Schnorchler kamen teilweise bis zu 2 Stunden zu diesem Spot. Wir sind Farrah sehr dankbar. Sie ist die Schwägerin des Betreibers und greift sprachlich unter die Arme, ist leider jedoch nicht vor Ort. Deshalb ist es sehr riskant. Mein Mann verletzte sich an einem rostigen Nagel und Farrah hat uns ein Boot zur Krankenstation besorgt. Sobald Farrah informiert war, setzte sie alle Hebel in Bewegung. Sie ist toll und hat uns sogar Fährtickets hinterlegen lassen und das Eintrittsprozedere für Raja Ampat für uns übernommen und dabei sogar das Geld ausgelegt. Danke Farrah für Deine ständige Unterstützung. Du bist ein Engel. Was uns zudem entschädigte, war das tolle Essen. Mit jedem Tag steigerte sich die liebe Köchin und verwöhnte uns. Danke dafür. Die Portionen waren auch reichlich. Vor allem als wir nur noch zu zweit waren. Wenn jemand einen Bootstransfer benötigt, Jacobus ist ein irre toller Bootsmann. Auch hier hat Farrah uns geholfen.
Die Hütten lagen in der Nähe des Sauwandarek Dorfs. Auf Booking hätte man eher gedacht, dass es einsam ist, aber wir fanden den Trubel am Steg meistens eher unterhaltsam. Störend war erst, als die Dorfkinder um unsere Hütte spielten. Man geht schon an so einen Ort um Ruhe zu haben. Sehr viel Pech hatten wir, dass wirklich den ganzen Tag Waldarbeiten stattfanden. Von morgens bis abends störte leider eine Motorsäge den Frieden. Bitte beachten, am Samstag nicht dort zu sein, denn die Religion auf der Insel ist Adventismus. Am Samstag ruht hier alles und der Pfarrer wollte uns sogar das Schnorcheln verbieten. Da haben wir uns gewehrt, weil es bei Buchung nicht bekannt war. Wir fanden dann einen Kompromiss, aber es war eine unangenehme Situation. Die Unterkunft war sehr spartano. Außer die Dusche. Die war Top. Man erwartet in den Homestays auch keinen Komfort, aber die Sauberkeit in der Hütte hätte besser sein können. Unsere Vorräte wurden von Ratten vernichtet, die sich durch einen unserer Rucksäcke fraßen. Uns wurden die schmutzigen Handtücher sofort nach Reklamation ausgetauscht, dies war aber nur möglich, weil wir per WhatsApp in Kontakt mit Farrah der waren. Vor Ort konnte niemand auch nur 1 Wort Englisch und ohne unsere Telkomsel SIM Karte hätten wir keine Chance auf Internet gehabt. Alles, was wir wollten und bräuchten lief über Farrah. Das kann schnell zum Problem werden, wenn das Internet ausfällt. Bitte beachten. Strom gibt es nur von 18-6 h. Das gilt auch für den Ventilator. Ohne diesen ist es schon sehr heiß.
